Cannabis medizinische Wirkung

Cannabis enthält eine Gruppe chemischer Komponenten, die nirgendwo sonst in der Natur zu finden sind. Diese werden Cannabinoide genannt. Die bekanntesten sind Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), Cannabidiol (CBD), Cannabinol (CBN) und Cannabigerol (CBG), von denen THC und CBD am besten erforscht sind

 

Einzelne Komponente:

THC -Tetrahydrocannabinol

  • Psychotrop
  • Analgetikum (schmerzlindernd)
  • Apatit-Stimulans
  • Bronchialdilatator
  • Senkt IOD/Glaukom

CBC - Cannabidiol

  • Nicht psychoaktiv
  • Reduziert Muskelkrämpfe
  • Muskelrelaxans
  • Analgetikum (schmerzlindernd)

CBN - Cannabinol

  • Leicht psychoaktiv
  • Nicht-narkotisches Analgetikum (schmerzlindernd)

THCV - Tetrahydrocannabivarin

  • Stärkerer, schnellerer „High“-Effekt
  • Apatitunterdrücker
  • Euphorie, Analgetikum (schmerzlindernd)

CBG - Cannabigerol 

  • Nicht psychoaktiv
  • Einschlafen
  • Antimikrobiell
  • Reduziert den Augeninnendruck (IOD) Glaukom

CANNABINOIDE UND IHRE VERWENDUNG

Die Wirkung von Cannabisprodukten beruht auf der Menge und dem Verhältnis der Wirkstoffe, die in einer bestimmten Probe vorhanden sind. THC wirkt hauptsächlich als Analgetikum gegen Krämpfe und Zittern, entzündungshemmend, appetitanregend und als Antiemetikum. CBD ist nicht psychisch aktiv und soll die psychologischen Wirkungen von THC reduzieren. Es spielt eine Rolle bei der Modulation des Immunsystems und reduziert Entzündungen und Krampfanfälle. Da über die genauen Wirkungen und deren Mechanismen noch Unklarheiten bestehen, wird die weitere Erforschung der für die medizinischen Wirkungen verantwortlichen Substanzen vorangetrieben.

Bild Source: https://www.alpha-cat.org/

Die Wirkung von Cannabis wird durch die Menge und den Anteil der Cannabinoide bestimmt. Cannabinoide haben komplexe Wirkungen auf eine Vielzahl von sowohl physiologischen als auch psychologischen Funktionen. Bei Inhalation ist die Wirkung fast sofort bemerkbar, während bei oraler Verabreichung die Wirkung nach etwa einer Stunde bemerkbar ist, jedoch hält die Wirkung bei oraler Einnahme länger an. In den letzten Jahrzehnten wurde ein endogenes Cannabinoid-Rezeptorsystem namens Endocannabinoide entdeckt. Es gibt mindestens zwei Cannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Körper: CB1 und CB2. CB1-Rezeptoren sind hauptsächlich im Gehirn und im zentralen Nervensystem lokalisiert, CB2-Rezeptoren hauptsächlich im Immunsystem. Mittlerweile gibt es auch beim Menschen endogene Cannabinoide (Anandamide), die wie Cannabinoide aus Cannabis an diese Rezeptoren binden. Durch die Wechselwirkung von Cannabinoid mit diesen Rezeptoren im Körper werden bestimmte Reaktionen angeregt. Dies bewirkt Effekte wie Schmerzlinderung, Muskelentspannung, antiemetische und entzündungshemmende Eigenschaften.

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